Donnerstag, 19. Oktober 2017 | powered by stimme.de Ein Angebot von
stimme.de
Fußball in Baden-Württemberg
Donnerstag, 25. Juni 2015

Oliver Neuville und Co in Winterbach

Von unserem Redaktionsmitglied Gisbert Niederführ

Fünf Jahre liegt das Spiel der Legenden in Winterbach – ehemalige Bundesliga-Profis gegen in die Jahre gekommene lokale Kickergrößen – zurück. Zeit für eine Neuauflage, dachte sich die Snow Company Winterbach, schon damals Veranstalter des Spektakels. Am 19. Juli nun tritt die Traditionself von Borussia Mönchengladbach, die Weisweiler-Elf, gegen die Schwaben-Allstars an.


Oliver Neuville und Co in Winterbach

Fußball: 2. Spiel der Legenden am 19. Juli in Winterbach / Diesmal Borussia Mönchengladbach – Schwaben Allstars

„Über 5000 Bundesliga-Spiele und über 500 Länderspiele standen auf dem Platz“, sagt Axel Schmieg, damals wie heute Mitorganisator. Franz Wohlfahrt, Fredy Bobic, Buffy Ettmayer, Jörg Böhme oder auch Handball-Nationalspieler Markus Baur. Und die spielten allesamt in nur einer Mannschaft. Diesmal sind beide Teams mit ehemaligen Profis bestückt. Vielleicht, sagt Schmieg, ist diesmal auch ein Champions-League-Sieger dabei. Ein solcher fehlte 2010. Schmieg hofft auf Karl-Heinz Riedel, Champions-League-Sieger mit Borussia Dortmund. Er hofft deshalb, weil sich bei den auch heute noch gefragten Ex-Stars immer wieder kurzfristig etwas ändern kann. Vor fünf Jahren, erinnern sich die Winterbacher, hatten Marco Rehmer und Wiggerl Kögl noch abgesagt.

Hildebrand, Bobic, Soldo gegen Neuville, Pflipsen, Neun

Doch ob Riedle nun kommt oder nicht, schon jetzt stehen klangvolle Namen auf dem Plan: Timo Hildebrand, Fredy Bobic oder Zvonimir Soldo im Schwaben-Team oder Oliver Neuville, Jörg Neun, Stephan Passlack und Karl-Heinz Pflipsen bei den Borussen. Und Ideen für weitere Prominente haben die Winterbacher noch jede Menge: Bundestrainer Jogi Löw und Assistent Thomas Schneider haben zumindest mal eine Anfrage auf dem Tisch liegen, Ski-Olympiasiegerin Anna Fenninger soll den Anstoß übernehmen. Sie hat erst in den zurückliegenden Wochen für Schlagzeilen gesorgt durch den Streit mit dem österreichischen Skiverband.

Die Kontakte zu all jenen knüpfte Axel Schmieg. Der hat aus seiner Zeit als Gastronom beim VfB Stuttgart beste Beziehungen und hilft nun dem Ski-Verein aus seiner neuen gastronomischen Heimat Winterbach. 2015 erschien den Winterbachern ein gutes Jahr zu sein für ein zweites Legenden-Spiel, weil es kein sportliches Großereignis wie Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaft gibt. Und weil die Ex-Profis jetzt am ehesten Zeit haben. „Also hab ich mir gedacht“, sagt Schmieg, „geh’ ich mal mein Telefonbuch durch.“

Erlös geht ans Rennteam und an die Familie Heldmaier

Die Rekrutierung sei recht einfach gewesen. „Wenn du mal Timo Hildebrand, Guido Buchwald und Zvonimir Soldo hast, geht’s leicht.“ Das gilt für die Schwaben-Seite. Und für die Gladbacher? „Ich war schon mit Pflipsen und Passlack unterwegs“, sagt Schmieg, und es klingt, als könnten die nach diesem Erlebnis schlecht Nein sagen.

Dabei würde Schmieg am liebsten die Traditionself des FC Bayern München engagieren. „Aber die machen nur drei, vier Spiele im Jahr.“ Was entsprechend teuer ist. Die Borussen wiederum „haben mir einen Sonderpreis gemacht“.

Jürgen Rube von den Winterbacher Skifahrern wird’s recht sein. Er ist Gladbach-Fan und im Vorstand der Snow Company, deren Rennteam der Erlös der Veranstaltung zugutekommt. 20 Fahrer, die ausgerüstet und zu den weit entfernten Trainings- und Wettkampforten gefahren werden wollen. Trotzdem gehen 30 Prozent (Rube: „Mindestens“) auch an die Weinstädter Familie Heldmaier. Deren Tochter ist seit einer Krankenhausbehandlung 2012, bei der vieles schiefging, schwer behindert. Sie blind und gelähmt, muss rundum betreut werden und lebt deshalb in einem Altenheim. Für die Betreuung müssen die Eltern monatlich rund 1200 Euro zuschießen. Sie können die Unterstützung deshalb gut brauchen.

Je mehr Zuschauer kommen, desto mehr profitieren sie. Vor fünf Jahren waren es etwa 1500 zahlende Besucher. Dabei soll es diesmal nicht bleiben.

.