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Fußball in Baden-Württemberg
Freitag, 19. Juni 2015

Mission Klassenerhalt

Von Marc Schmerbeck

Bezirksligist SGM Bretzfeld/Verrenberg tritt heute Abend in Waldenburg gegen den TSV Crailsheim II an


 

 

Mission Klassenerhalt

Wohin geht der Gang der SGM Bretzfeld/Verrenberg? Bleibt die Spielgemeinschaft in der Bezirksliga oder steigt sie in die Kreisliga A ab?Foto: Marc Schmerbeck 

Es wird ein Abschiedsspiel. Für viele Spieler der SGM Bretzfeld/Verrenberg sowie den Trainer Jürgen Schulz. "Ich will mit dem Klassenerhalt aufhören", sagt der Coach. Nach nur einer Saison macht Schulz wieder Schluss. "Ich werde danach eine Pause machen", sagt er. Die wollte er schon vor dieser Runde machen. Mit einem Spiel können die Bretzfelder nun eine verkorkste Runde retten - oder sie völlig in den Sand setzen.

Heute Abend tritt der Bezirksliga-Drittletzte gegen den besten A-Ligisten an. Unter den Vizemeistern hat sich der TSV Crailsheim II (A2) durchgesetzt. Der FC Creglingen (A3) und der TSV Neuenstein (A1) waren auf der Strecke geblieben.

Urlauber "Wir wollen das Spiel gewinnen und auf jeden Fall die Klasse halten", sagt Schulz. "So wollen wir auch in das Spiel reingehen." Der Trainer fordert von seinen Mannen eine kämpferische Einstellung. Allerdings muss er gleich auf eine ganze Achse verzichten. Nico und Marc Hütter sind ebenso im Urlaub wie Steffen Pscheidl. "Das müssen wir irgendwie kompensieren, das müssen wir jetzt eben so schaffen", meint Schulz. Aus der zweiten Mannschaft will er deshalb Edwin Mayer, Mario Harwar und Daniel Wilhelm hochziehen.

Ganz entspannt geht dagegen Trainer Joachim Pfeifer mit dem TSV Crailsheim II das Relegationsspiel an: "Wir werden das ganz ruhig angehen und schauen, was dabei rauskommt. Der Druck liegt da auf Bretzfelder Seite, die wollen unbedingt drinbleiben." Trotzdem hat er am Mittwoch die Sportanlage in Waldenburg inspiziert. "Ich war auf dem Rückweg von Ruit und bin schnell vorbeigefahren", sagt Pfeifer. "Es ist ein kleiner Platz, verglichen mit dem in Rot am See. Es wird enger zugehen. Das könnte eher ein Vorteil für Bretzfeld sein." Ein Vorteil für Sein Team: "Wir haben die vergangenen drei Spiele positiv gestaltet."

Über den Gegner hat sich Pfeifer einige Informationen eingeholt. "Ich mache mich da aber nicht verrückt. Wir versuchen unser Spiel zu spielen. Wir wollen uns dem Gegner nicht anpassen. Das bringt meist wenig", sagt Pfeifer, der mit einer abwartenden SGM rechnet. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen - aber ohne Hilfe von der Landesliga-Mannschaft, die am Sonntag dann um den Verbandsliga-Aufstieg spielt.

Für Schulz wird das Abschiedsspiel auch eine Premiere. "Ich hatte noch nie ein Relegationsspiel", sagt er. "Wir müssen über den Kampf kommen." In Rot am See hat er gegen Creglingen einen TSV Crailsheim II beobachtet, der sehr körperbetont zur Sache gegangen ist. "Die stehen hinten gut und haben schnelle, junge Leute. Aber sie sind auch zu schlagen", meint Schulz. Dies wird aber nur funktionieren, wenn seine Spieler mit dem Kopf voll bei der Sache sind.

Am Montag und Mittwoch holte er die Mannschaft noch mal zusammen. Für lockere Einheiten. "Körperlich ist da ja nichts mehr rauszuholen", sagt Schulz. Es ging auch darum, die nötigen Umstellungen einzustudieren. "Sicher ist, dass wir eine nicht eingespielte Mannschaft auf dem Platz haben werden", meint der Trainer. "Wir müssen über das Team kommen. Wir wollen unsere letzte Chance auf jeden Fall nutzen", sagt Schulz. Bis zum Schluss drohte der SGM der Direktabstieg. Das Relegationsspiel darf die Spielgemeinschaft nur bestreitem, da der Tura Untermünkheim nicht aus der Landesliga abgestiegen ist.

50:50-Chance "Es ist ein 50:50-Spiel", meint Schulz. Die Crailsheimer haben jedenfalls ein Spiel mehr in den Beinen. Das muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn sie sind dadurch im Rhythmus. Bretzfeld/Verrenberg hat beinahe seit zwei Wochen keinen Wettkampf mehr bestritten.

"Es ist so, wie es ist. Wir suchen keine Ausreden", sagt Schulz. "Jetzt haben wir ein Endspiel, das wir gewinnen wollen. Wir haben es in der Saison verpasst, den Klassenerhalt direkt zu schaffen. Chancen dazu hatten wir genügend. Wir werden nochmal alles reinwerfen und wenn es reicht, ist es dann gut. Wenn nicht, ist es eben so."