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Fußball in Baden-Württemberg
Dienstag, 23. Juni 2015

Keine verrückten Aktionen in Öhringen

Von Marc Schmerbeck

TSG verstärkt sich für nächste Saison punktuell und will wieder vorne mitmischen


 

 

Keine verrückten Aktionen in Öhringen

Basri Tiryaki (rechts) ist einer von derzeit nur zwei Abgängen beim Bezirksligisten TSG Öhringen.Foto: Marc Schmerbeck 

Die Niederlage in der Aufstiegs-Relegation ist mittlerweile verdaut. Die Öhringer haben sich damit abgefunden, dass sie eine weitere Saison in der Bezirksliga spielen werden. "Es war unser Ziel aufzusteigen", sagt der sportliche Leiter Jürgen Birkert. "Aber nicht mit aller Gewalt. Vor der Saison lautete unser Ziel ja, vorne mitzuspielen." Am Ende holte die TSG mit dem Pokalsieg zumindest einen Titel und spielte als Bezirksliga-Vizemeister in der Aufstiegsrelegation.

Ganz lange stand die Mannschaft von Spielertrainer Marius Müller ganz vorne. "Wir haben den Titel in den direkten Duellen mit Satteldorf verspielt. Da haben wir keine Begegnung gewonnen. Außerdem haben wir gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellenbereich Punkte liegen lassen", sagt Jürgen Birkert. "Man hat auf jeden Fall eine Entwicklung bei der Mannschaft gesehen. Daher wollen wir jetzt nächstes Jahr aufsteigen. Das traue ich der Mannschaft und auch den Trainern zu." Wichtig wäre es in diesem Hinblick, dass Manuel Martinez bei der TSG bleibt. "Er wird derzeit regelrecht mit Angeboten überhäuft", sagt Jürgen Birkert.

Absagen

Birkert konnte das Team zwar etwas verstärken, was aber noch fehlt ist ein weiterer Stürmer. "Wären wir aufgestiegen, hätten wir einen bekommen", sagt Birkert. So hagelte es Absagen - auch aus finanziellen Gründen, meint der sportliche Leiter. "Wir wollen auf jeden Fall keine verrückten Sachen machen", sagt Birkert. Die Mannschaft soll auf einem stabilen Fundament aufgebaut werden. "Wir wollen nichts tun, dass das Mannschaftsgefüge durcheinander bringt, was uns schadet", sagt Birkert. "Die Mannschaft muss intakt bleiben, das ist uns wichtig." So soll es jedenfalls keine finanziellen Ausreißer für bestimmte Spieler geben. "Wir müssen uns dann eben auch damit abfinden, dass man den einen oder anderen Spieler dann nicht bekommt."

Denn nach den einen oder anderen Querelen in der Saison davor, passte die Stimmung in dieser Spielzeit wieder. Das war sicher eine der Grundlagen für die am Ende doch erfolgreiche Saison, die mit der bitteren Niederlage gegen Hellas Bietigheim früher beendet war, als die Öhringer gehofft hatten.

Kaum Abgänge

Die Mannschaft des Vizemeisters bleibt beinahe zusammen. Stand jetzt sind nur Basri Tiryaki (TSV Ilshofen) und Philipp Schäfer (Pause) als Abgänge fix. "Sicher sind wir aber erst am 30. Juni", meint Birkert. Als Neuzugänge konnte er Steffen Pscheidl (SGM Bretzfeld/Verrenberg), Daniel Alankus und Torhüter Ruben Götz (SG Sindringen/Ernsbach) verpflichten. Einer der größten Konkurrenten im Titelkampf kommt wohl aus der Nachbarschaft und heißt TSV Pfedelbach. Zumindest wird die Mannschaft von Neu-Trainer Kai Endreß bereits jetzt hoch gehandelt. Schließlich wird der Tabellendritte noch die eine oder andere Verstärkung dazu bekommen. Eine weitere große Baustelle für Birkert ist die zweite Öhringer Mannschaft. "Wir müssen den freien Fall aufhalten", sagt der sportliche Leiter. Der Absturz in die Kreisliga B2 konnte diese Saison nicht mehr verhindert werden. "Bisher haben wir lediglich einen Neuzugang", sagt Birkert. "Aber ich habe einige Anrufe von Spielern bekommen, die zu uns kommen wollen." Wohl gemerkt in die zweite Mannschaft.