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Fußball in Baden-Württemberg
Donnerstag, 2. Juli 2015

Gewinner und Verlierer - Ein Rückblick

Von Nicole Theuer

Fünf Mannschaften verlassen die Kreisklasse A, die einen jubelnd, die anderen enttäuscht


 

 

Gewinner und Verlierer − Ein Rückblick

Nicht nur Rappenaus Torhüter David Schulze (Nummer 1) zog gegen Eschelbachs Nicolas Heinrich (2. von links) den Kürzeren. Mit 31 Treffern krönte sich der Nachwuchsgoalgetter zum Torschützenkönig der Kreisklasse A.Foto: Archiv/Krüger 

Viele neue Gesichter werden in der kommenden Saison in der Kreisklasse A Sinsheim auf Punkte- und Torejagd gehen. Denn gleich fünf Mannschaften verließen die Liga am Ende der vergangenen Spielzeit. Der TSV Michelfeld II und der VfB Bad Rappenau stiegen in die Kreisliga auf, der TSV Obergimpern II, die SG Richen/Stebbach sowie der SV Neidenstein mussten den Weg in die Kreisklassen B antreten.

Mit dem Aufstieg sorgten Michelfeld und Bad Rappenau für ein Novum, denn beiden Teams gelang binnen eines Jahres der Durchmarsch von den B-Ligen in die Kreisliga. Zu Beginn waren beide als Meister ihrer beiden B-Ligen aufgestiegen und vor allem die Kurstädter galten als Favorit.

Tiefstapler

Doch bis zuletzt stapelte der Vizemeister tief. "Wir haben keinen Druck, wir müssen nicht aufsteigen, wir denken von Spiel zu Spiel", so lautete das Motto von Vereinschef Ralf Winter. Erst in der Winterpause bekannten die Kurstädter, "wenn man so lange vorne steht, dann möchte man auch bis zum Ende mitspielen." Das taten die Rappenauer und behielten in der Relegation deutlich die Oberhand über den TSV Waldangelloch.

Noch am Ende der Vorrunde schienen die Kurstädter auf ihre zweite Meisterschaft in Folge zuzusteuern, doch während sie schlecht aus den Startlöchern kamen, legte der TSV Michelfeld II einen Blitzstart hin. Im Jahre des 120-jährigen Vereinsjubiläums hatten die Angelbachtaler gleich doppelten Grund zur Freude, denn neben dem Titel in der Kreisklasse A gab es auch den Klassenerhalt in der Landesliga zu bejubeln. Es war die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte, für die es ein einfaches Rezept gibt. Die gute Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft. Es wird gemeinsam trainiert, junge Spieler können von den erfahrenen Akteuren lernen, durchschnittlich tummelten sich bei den Trainingseinheiten 25 Spieler auf dem Platz.

In Obergimpern, Richen/Stebbach und Neidenstein herrschte hingegen Trübsal. Während Neidenstein in der Relegation am SV Babstadt scheiterte, mussten die beiden anderen den Weg nach unten direkt antreten. "Für das Gesamtprojekt wäre es besser, wenn wir den Klassenerhalt schaffen würden", hatte Richens Spielleiter Matthias Weidner vor dem entscheidenden Spiel gesagt. Letztendlich reichte es nicht, wobei einer der Gründe war, " dass wir gegen gute Mannschaften stark gespielt haben, gegen die direkten Konkurrenten aber gepatzt haben. Es war klar, dass wir keine großen Sprünge machen können."

Hoffnungsschimmer

Einen Hoffnungsschimmer für Richen sieht Weidner: "Christian Holz bleibt auf jeden Fall, und die meisten Spieler haben signalisiert, dass sie bleiben wollen."

Auch beim SV Babstadt, dem dritten Aufsteiger neben dem FC Rohrbach a. G. und der SG Waibstadt, bleibt der Kader zusammen. Einen Neuzugang verpflichtete man in der Nacht der Aufstiegsfeier. "Ein Jugendspieler, der noch in Bad Friedrichshall spielt, hat zugesagt", verrät SG-Vorsitzender Torsten Hörn.