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Fußball in Baden-Württemberg
Mittwoch, 24. Juni 2015

Ein schwerer Gang

Von Marc Schmerbeck

Der TSV Bitzfeld und der SV Dimbach feiern den Aufstieg in die Kreisliga A1


 

 

Ein schwerer Gang

Der TSV Bitzfeld feierte die Meisterschaft in der Kreisliga B2. Nächstes Jahr wird in der Kreisliga A1 gespielt. 

Es ist schon einige Tage her, dass die Bitzfelder richtig herzhaft gejubelt haben. Die Mannschaft von Trainer Thomas Blumenstock sicherte sich die Meisterschaft in der Kreisliga B2. Gefeiert wurde das auf dem Sportplatz in Niedernhall - mit einer selbst gebastelten Meisterschale. Eine alte Radkappe wurde dazu umfunktioniert. Nicht zu vergessen die obligatorischen Meister-T-Shirts und der Meistersekt.

Dauerrivale Danach beobachteten einige Akteure noch die Relegationsspiele. Dabei sahen sie dem Dauerrivalen SV Dimbach zu, der ebenfalls den Aufstieg schaffte. Es gibt nächste Saison also ein Wiedersehen. "Wer so eine souveräne Rückrunde spielt, hat den Titel verdient", sagte Dimbachs Trainer Dirk Österlein. In der Tat, die Bitzfelder legten eine beinahe perfekte zweite Saisonhälfte auf den Platz. Nur ein Unentschieden gegen den späteren Tabellendrtitten SC Amrichshausen leisteten sie sich. Sonst wurden alle Spiele gewonnen. Anders hätte es aber auch nicht zum Titel gereicht.

"Die Rückrunde lief unter anderem deshalb so gut, weil mit Marcel Roll und Gerald Seng zwei Neuzugänge dazu gekommen sind. Und sie haben so gespielt, als ob sie schon immer da gewesen wären", sagt Trainer Thomas Blumenstock. "Dazu sind wir fast ohne große Verletzungen durchgekommen." Ganz wichtig war auch der souveräne Sieg zum Rückrundenstart gegen Dimbach. Dieser gab Selbstvertrauen und war ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. "Da war es klar, dass wir uns nur selbst schlagen können", meint Blumenstock. "Aber das ist einfach eine gute Truppe. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft." Zum Ende der Saison hin wurde es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Bitzfeld und Dimbach. "Das war ein Kampf auf Biegen und Brechen." Immer wieder musste er seine junge Mannschaft beruhigen. Vor allem vor dem letzten Saisonspiel war das Team nervös. "Man darf nicht vergessen, dass es eine ganz junge Mannschaft ist", sagt Blumenstock. Am Ende hatten die Bitzfelder drei Punkte mehr auf dem Konto. Vor allem die Offensive war immer brandgefährlich. 143 Tore wurden in 28 Spielen erzielt. Das macht fünf Treffer im Durchschnitt pro Spiel. 40 davon gingen auf das Konto von Denny Scholta, 32 auf das von Kevin Steindl.

Aber der Anteil des Trainers ist nicht zu verachten. "Ich bin vor zwei Jahren hergekommen, da waren die am Boden. Sie haben sich dann aber selbst aus dem Sumpf gezogen." Denn sie zogen mit. Sie hörten auf ihren Trainer. "Ich denke, die haben eine starke Hand gebraucht", sagt Blumenstock. Er forderte viel, brachte aber auch viel ein. Und ein Aufstieg war nichts neues für den Coach. Schon mit dem TSV Neuenstein schaffte er den Sprung von der Kreisliga A in die Bezirksliga. "Ich bin da schon hart", sagt Blumenstock. "Aber die Jungs haben auch mitgemacht. Sie haben es beim Schopf gepackt." Im ersten Jahr unter Blumenstock verbesserte sich das Team von Rang elf auf Platz vier. Dann folgte der Aufstieg.

Schwerer Gang Dem Trainer ist aber auch klar: "Die nächste Saison wird schwer. In der Kreisliga A hat es schon starke Mannschaften drin. Das wird ein schwerer Gang."

Aber die Aufsteiger der vergangenen Saison, die SGM Bretzfeld/Verrenberg II oder der SV Westheim, haben gezeigt, dass auch Neulinge eine ordentliche Rolle spielen können.

 

 

Ein schwerer Gang

Über die Relegation zog der SV Dimbach nach. Der B2-Vizemeister wird auch nächste Saison eine Klasse höher auf seinen Dauerrivalen treffen.Fotos: Marc Schmerbeck